Übersicht
Martin Hense arbeitet als wissenschaftlicher Assistent im Bereich der Neuren deutschen Literatur an der Freien Universität Berlin und untersucht Texte auf ihre rhetorischen, poetischen und darstellungsstrategischen Verfahren der Bildung, interdisziplinären Übernahme, medialen Repräsentation und Transformation von Wissen, zusammen mit den jeweiligen Aussage- und Selbstlegitimierungspraktiken der dadurch entstehenden Gattungen. Der Blick gilt dabei immer auch Fragestellungen einer historischen Anthropologie, wie nach der Entwicklung von übergeordneten medialen, sozialen, medizinischen und technischen Kommunikationsmodellen und Infrastrukturen.
Bisherige Forschungsschwerpunkte betrafen die ästhetisch-literarischen Formationen von anthropologischen Konzepten des langen 18. Jahrhunderts und die poetologischen Auswirkungen neuer geowissenschaftlicher Modelle um die Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Lehre sind die Steckenpferde bisher eine transmedial orientierte Narratologie und die Geschichte der modernen Lyrik im Hinblick auf ihre gesellschaftlichen Eigenfunktionsbeschreibungen.
In seiner Freizeit hat Martin Hense große Affinitäten zum Freiklettern und Motorradfahren, zu Bergen und Wäldern, zu Bild- und Installationskunst, Design und zu entsprechenden Ausstellungen, zu modernen Filmexperimenten, zu Theater und zu allen Formen intelligenter elektronischer Musik, zum Internet und seinen kulturellen Folgen, zur Erklärung komplexer psychologischer Phänomene, zum Rantasten an Unbekanntes, zum Kochen und Essengehen, und das alles am liebsten zusammen mit Freunden.